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GRATIS PPC TIPPS & TRICKS

Google Ads für lokale Geschäfte

Natalia Zaugg, Founder
28. Juni 2018

In früheren Artikeln haben wir viele Tipps und Tricks gezeigt, wie man das organisches Suchresultat auf Google mit SEO optimieren kann. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen aufzeigen, wie man noch mehr Nutzer auf die eigene Homepage bringt und diese dann auch zu Gästen/Kunden macht.

Google Ads, also Pay-Per-Click (PPC) Werbung, bieten viele Möglichkeiten um seine Zielgruppe anzusprechen, seinen Betrieb zu vermarkten und die Bekanntheit zu steigern. Die heutigen Technologien erlauben eine sehr genaue Ansprache der Zielgruppe und dank smartem Tracking kann man die Resultate und Kosten laufend optimieren.

SEO vs PPC

Lassen Sie uns zuerst noch einmal erklären, was man unter PPC versteht. PPC ist ein Werbemodell, dass es jedem Betrieb erlaubt, Anzeigen bei den Suchresultaten von Google & Co. zu platzieren. Sie bezahlen aber nur, wenn Ihre Anzeige auch angeklickt wird.

Damit Ihre Anzeige dort angezeigt wird wo es Sinn macht, müssen Sie Keywords definieren, die Ihre Anzeige auslösen. Keywords reflektieren die Suchbegriffe, die verwendet werden, wenn nach Ihrem Betrieb oder nach Mitbewerbern gesucht wird.

Vielleicht fragen Sie sich nun, warum man in Werbung investieren sollte, wenn man doch bereits viel Geld für eine gute und SEO-optimierte Webseite ausgegeben hat? Diese Frage ist berechtigt.
Gemäss einer Studie von BrightEdge werden im Schnitt 51% des relevanten Webseiten-Traffics über das organische, also nicht bezahlte, Suchresultat bei Suchmaschinen generiert. Aber 14% stammen von bezahlten Anzeigen. In der Gastronomie und Hotellerie sind es sogar 23%, also fast ein Viertel.

PPC for local business

Quelle: BrightEdge, 2017

Durch den grossen Einfluss der organischen Suchresultate, die man nicht kaufen kann, empfehlen wir also nach wie vor Ihre Homepage für Suchmaschinen zu optimieren und den aktuellsten Standards anzupassen (u. a. optimiert für Smartphones).

Aber in den letzten Jahren kam es auch zu riesigen Umstellungen bei den organischen Suchresultaten von Google (Search Engine Results Page).
So wurde zum Beispiel das Local-3-Pack (die ersten 3 Suchresultate inkl. Link zu Google Maps) und das Knowledge Panel (der Google My Business Eintrag) überarbeitet und mit mehr Funktionen – zum Beispiel Frage und Antwort Funktion – ausgestattet. Das heisst für Sie, dass die ersten organischen Suchresultate noch weiter nach unten rutschen.

Wir sehen sodann bei unseren Kunden auch die besten Resultate, wenn Sie Ihre Online-Präsenz von verschiedenen Seiten her optimieren: SEO für Ihre Webseite, einen Top Google My Business-Eintrag und eben PPC Ads.

Die Power von PPC-Werbung

Da in der Schweiz Google mit über 90% Marktanteil so dominant ist, werden wir uns in der Folge auf Google Ads konzentrieren. Bis vor kurzem waren die übrigens noch besser bekannt als Google AdWords.
Hier die grössten Vorteile von PPC Werbung:

  • Sie können schnell zählbare Resultate erzielen, sprich mehr (potentielle) Gäste auf Ihre Webseite holen und sicherstellen, dass diese auch zu einer Conversion führen. Conversion-Ziele können sehr unterschiedlich sein: u. a. Tischreservationen, neue Newsletter-Abonnenten, Gewinnspiel-Teilnahmen, Gutschein-Einlösungen
  • Sie können, gerade als neuer Betrieb, auch rasch Ihre Mitbewerber übertrumpfen, die vielleicht auf einigen Keywords noch das bessere organische Ranking bei Google haben
  • Sie können Ihre Werbekampagne in Echtzeit überwachen und mit laufenden Anpassungen die Resultate verbessern
  • PPC läuft ideal mit anderen Online-Aktivitäten (E-Mail-Marketing, Social Media etc.) und bringt kombiniert noch mehr Power
  • Sie generieren mit den neuen Daten auch neue Insights. So werden Sie rasch noch besser verstehen, welche Suchbegriffe Ihre Kunden verwenden und mit welchen Keywords die meisten Reservationen getätigt werden
  • Mit einer smarten Definition Ihrer Zielgruppe können Sie unterschiedliche und vor allem neue Nutzer gezielt ansprechen und über verschiedene Anzeigen gewinnen

Google investiert, nicht ganz uneigennützig, laufend in ihre Werbeprodukte und stellt so sicher, dass Sie Ihre Ziele möglichst schnell erreichen.
So gab es kürzlich ein paar bemerkenswerte Änderungen: Anzeigen werden nicht mehr auf der rechten Seite angezeigt, sondern oberhalb des Suchresultats. Wir sehen also bis zu vier Anzeigen, bevor das erste nicht bezahlte Resultat kommt. Die Anzeigen wurden auch verfeinert und mit Sitelinks und Callouts ergänzt.

„PPC Werbung generiert erste Erfolge bereits ab dem ersten Tag.”

PPC-Tipps für Restaurants

PPC funktioniert sowohl für grosse und kleine Betreibe, wie auch für Online-Shops und stationäre Geschäfte. Lassen Sie uns nun aber anschauen, wie Sie Google Ads ideal für Ihr Restaurant einsetzen.

1. Wählen Sie die richtigen Keywords

Keywords bestimmen ob und wann Ihre Anzeige auf Google gezeigt wird. Entsprechend wichtig ist es sich am Anfang Zeit zu nehmen und die relevanten Keywords zu definieren. Dazu gibt es verschiedene Tools, zum Beispiel von Google selbst. Zudem kommt, dass nicht alle Keywords den gleichen Preis haben und Sie bei der Vorbereitung somit auch Ihr Budget definieren müssen.

Generische Keywords (z. B. Restaurant oder Hotel) bringen sehr viele Nutzer, also Traffic, auf Ihre Webseite, sind aber in der Regel auch teurer. Sie geben Ihnen aber viel Aufschluss über die sogenannten Search Terms, also nach was die User suchen.

Sie können dann in Ihrem Google Ad-Account gleich diese Search Terms als Keywords hinzufügen, an die Sie vielleicht noch nicht gedacht haben. Sie können aber auch negative Keywords ergänzen, also solche Keywords, die Ihre Anzeige explizit nicht auslösen sollen (z. B. Rezepte, Shops, Lieferdienste).

Long Tail Keywords sind Keywords, die mehr in Nischen vorkommen und so auch weniger Traffic generieren – dafür mehr Conversion. Da die Konkurrenz in der Regel kleiner ist, sind die Keywords auch günstiger. Beispiele dazu sind „italienisches restaurant zürich“ oder „quick lunch im kreis 4“. Vergessen Sie aber auch nicht, dass weniger Traffic in der Regel auch weniger Conversion bedeutet – zumindest in absoluten Zahlen.

Sie als Restaurant möchten ja vor allem auch von der Laufkundschaft profitieren, die bereits in Ihrer Nähe ist oder sich in einem gewissen Gebiet aufhält. Entsprechend können Sie einstellen, dass nur Nutzer Ihre Anzeige sehen, die entweder nach der geographischen Bezeichnung suchen (z. B. Stadt Zürich) oder sich dort aufhalten (GPS auf dem Smartphone).

Keywords mit einer Ortsbezeichnung (Local Search) sind gerade bei Restaurants eher die Regel als die Ausnahme und zudem meistens sogar noch etwas günstiger.

2. Schreiben Sie attraktive Anzeige-Texte

Sie bestimmen, was in Ihrer Anzeige steht. Es gibt aber trotzdem ein paar Regeln, an die Sie denken sollten. Stellen Sie zum Beispiel sicher, dass sich das Keyword in der Anzeige wiederholt. So wird die Anzeige schon einmal relevant.

Heben Sie dann Ihre Vorteile kurz und knackig hervor, damit ein User auf Ihre Anzeige klickt. Vorteile können Ihre Nähe zum Bahnhof, Gratisparking, ein Spielplatz oder die Holzofen-Pizza sein.
Wichtig ist dann, dass Sie den finalen Link, die sogenannte Landing Page, gut aussuchen. Jemand der auf Ihre Anzeige klickt muss ein relevantes Resultat finden, idealerweise mit einer Call-to-Action (z. B. Tischreservation, Menü-Download). Sie finden untenstehend ein Beispiel, wie ein Ad auf einem Smartphone aufgebaut ist:

PPC_for_local_business


Ihre Anzeige sollte informativ sein und professionell daher kommen.
Wir empfehlen zudem immer Extensions einzusetzen. Sie machen so Ihre Anzeige noch grösser und relevanter. Wir empfehlen folgende Extensions:

  • Location: Wenn Sie Ihren Google Ads-Account mit Google My Business verbinden, können Sie die Location in Ihrer Anzeige verwenden und Nutzer wissen gleich, wie weit weg Sie sind
  • Sitelinks: Zusätzliche Links/Landing Pages für Ihre Gäste (z. B. direkter Weg zum Menü oder zu einem Geschenkgutschein)
  • Callout: das ist ein Zusatz, der nicht angeklickt werden kann, aber noch einmal ein Argument liefert (z. B. täglich geöffnet)
  • Call: Mit Ihrer Telefonnummer können User Sie gleich mit einem Klick anrufen. Dies macht vor allem auf Smartphones Sinn. Es gibt zudem verschieden Techniken die Anrufe von Ihren Anzeigen zu messen

In Ihrem Google Ads-Account können Sie all diese Extensions managen und messen. Falls Sie mehrere Betriebe haben, empfehlen wir übrigens explizit eine Kampagne pro Betrieb inklusive einzigartigen Texten und Extensions.

3. Remarketing

Es gibt viele Möglichkeiten Ihre Zielgruppe online zu definieren und in Segmente zu clustern. Mit Hilfe von Remarketing können Sie Nutzer ansprechen, die bereits einmal auf Ihrer Homepage waren.

Sie können sie zum Beispiel daran erinnern, dass es ein neues Menü gibt oder ein grosser Event bald stattfindet. Manchmal ist es einfacher, zufriedene Gäste zum Wiederkommen zu bewegen als neue Gäste zu gewinnen.
Zudem hilft Ihnen Google, auf Basis Ihrer Webseiten-Nutzer, neue Segmente zu erschliessen, also Leute anzusprechen, die noch nie auf Ihrer Homepage waren, aber die gleichen Interessen haben wie Nutzer Ihrer Webseite.

4. Erfolgscontrolling (Conversion Tracking)

Vergessen Sie nicht ab dem Start den Erfolg Ihrer Anzeigen zu überwachen, respektive von Google überwachen zu lassen. Sie können dazu zum Beispiel Google Analytics verwenden und die Ziele gleich dort definieren und tracken.
Wir empfehlen für die meisten Fälle „Google Ads Conversion Tracking Tags“ via Google Tag Manager.

5. Passen Sie Ihre Anzeigen laufend an

Eine PPC-Kampagne sollte zwingend von Beginn an überwacht und laufend angepasst werden. Es kann zum Beispiel sein, dass es neue Mitbewerber auf Ihren Keywords gibt und so die Gebote teurer werden.

Aber auch das Verhalten der Nutzer ändert sich laufend. So müssen Sie sicherstellen, dass sie stets die richtigen Keywords im Einsatz haben und die passendsten Anzeigen dazu anzeigen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie Ihr Geld am richtigen Ort ausgeben.

6. Mobile-First: Optimieren Sie für Smartphones 

Die Erfahrung zeigt, dass gerade bei Restaurants eine überdurchschnittliche Zahl von Klicks von mobilen Geräten getätigt wird. Optimieren Sie also Ihre Kampagne entsprechend:

  • Fügen Sie Keywords hinzu, die von Nutzern unterwegs gerne gebraucht werden (z. B. „…in meiner Nähe“)
  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Webseite für mobile Geräte optimiert ist (Mobile-friendly)
  • Als Restaurant ist es schon fast Pflicht eine einfache Tischreservation im Angebot zu haben, die Smartphone-tauglich ist
  • Aktivieren Sie Extensions, damit Nutzer Sie direkt anrufen oder die Wegbeschreibung auf Google Maps öffnen können.
Restaurants sind lokale Geschäfte. Nutzen Sie effizient Tools für mehr und neue Gäste.
PPC_for_local_business

Mit PPC können Sie ab dem ersten Tag messbare Resultate erzielen. PPC muss aber zwingend ein integraler Teil Ihrer Online-Massnahmen sein: SEO, Review Management und Aktivitäten auf Social Media. Die einzelnen Punkte in diesem Artikel dienen als Entscheidungshilfe und Startpunkt für Sie.

Wenn Sie sich für PPC/Google Ads entscheiden und professionellen Support suchen, sind Sie bei uns richtig. Wir haben schon vielen Restaurants und anderen lokalen Geschäften geholfen, online noch besser gefunden und gebucht zu werden. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
Wenn Sie neue Ideen oder Inputs zu diesem Thema haben, freuen wir uns auf Ihre Kommentare.

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Über die Autorin

Natalia schreibt mit Ihrer ganzen Passion und Kreativität nicht nur Antworten für unsere Kunden, sondern kümmert sich auch um das hauseigene Online Marketing. Sie unterstützt unsere Kunden beim Managen Ihrer Online Bewertungen und teilt auf unserem Blog Ihr Fachwissen aus der Branche und „Best Practice“ aus dem Tagesgeschäft.
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